Spioninnen!

Kühne Frauen und die Musik des 20. Jahrhunderts: Konzertlesung

Mata Hari ist sicher die berühmteste, Virginia Hall die mutigste, aber waghalsig waren sie alle: Spioninnen. Schnell unterstellt man dem weiblichen Pendant von „007“ erotische Verführung und weibliche List, doch manchmal riskierte die Agentin auch mit dem schnellen Abfotografieren eines Dokuments oder mit dem Weiterleiten wichtiger Nachrichten ihr Leben.

„Boyd. Belle Boyd.“, müsste in Konsequenz an den Vergleich mit dem Filmhelden James Bond die Vorstellung einer der Damen heißen, deren Geschichte in dieser Konzertlesung von der Spioninnen-Expertin Gabriele Koenig (Buch „Codewort: Seidenstrumpf“) erzählt wird. Daneben geht es um Virginia Hall, Christine Granville und natürlich die berühmte Mata Hari.

Wie klang die Welt, in der sich diese Frauen bewegten? Im Paris des 20. Jahrhunderts pulsierte die Musik und auch in Amerika wurden noch heute bekannte Melodien gespielt.
Es musizieren Katja Zakotnik (Violoncello) und Naila Alvarenga-Lahmann (Klavier). Die Werke von Charlie Chaplin, Lukas Foss aber auch Frederic Chopin und Francis Poulenc sind teilweise chronologisch, teilweise thematisch passend ausgesucht. Töne zweier unserer Zeitgenossen, Chris Evans-Ironside und Kian Soltani, intensivieren die Spannung. Diese breitet sich im Nu im Konzertsaal aus und wird das Publikum nicht mehr loslassen.

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